22/11/2009 - 18:26h Na praia



Am Strand

(Im Atemhaus wohnen S. 14) Meine Freundin am Strand
die vierjährige Mulattin
lacht das gelocke Lachen
ihrer Rasse

In ihren Augen badet das Meer
ihr Haar ist ein Schwarm Schwalben
die Hand eine bronzene Blüte

Sie schaufelt Sonne in den Blecheimer
schüttet sie in meine Hand
lacht ein Echo in den Sand

Ihr Schatten durchschneidet den Schatten
eines blonden Knaben
Eine Minute steht das Kreuz
in Glanz gehaun
dann zerbricht es
in zwei entgegengesetzte Bewegungen

Komm kleine Freundin
der Sand ist reif
wir wollen baun
ein Haus eine Stadt ein Land
füll deinen Eimer mit Sonne
lach um uns ein
weltweites Echo

Hoffnung II

(Im Atemhaus wohnen S. 43) Wer hofft
ist jung

Wer könnte atmen
ohne Hoffnung
daß auch in Zukunft
Rosen sich öffnen

ein Leibeswort
die Angst überlebt

Wandlung

(Im Atemhaus wohnen S. 44) Wir kamen Heim
ohne Rosen
sie blieben im Ausland

Unser Garten liegt
begraben im Friedhof

Es hat sich
vieles in vieles
verwandelt

Wir sind Dornen geworden
in fremden Augen

Doppelspiel

(Im Atemhaus wohnen S. 46) Wir verwalten
die Erde

verwandeln sie
in Gärten Worte Scheiterhaufen

Dieses Doppelspiel
Blumen Worte
Kriegsgestammel

Grundworte

(Im Atemhaus wohnen S. 47)

Wortwind
im Menschenmeer

jedes Wort
eine Stimme

Sie sagt
das Meer und ich
wir lieben uns

Kommt
trinket Grundworte

Liebe

(Im Atemhaus wohnen S. 51)

Zwei wolken
umarmen sich
bald werden sie
uns umarmen

Im Wald
wächst eine Wiege
Lockruf und Antwort

Die beiden Tauben
im Vorhof des Tempels
verlobt

Der Ring hat
einen Finger gefunden
der ihn nicht mehr entläßt

Unter dem Baldachin
der Schleier
hat die Gestalt einer Amsel
sie singt auf den
Lippen der Braut

Rosen legen
ihre Dolche schlafenr

Die Sekunden

(Im Atemhaus wohnen S. 53)

Sie fallen leicht wie Luft
durch die Wimpern

Wir können uns nicht
verabschieden

Keine Lücke
zwischen den Stürzen

Wenn wir erzählen möchten
der letzte Traum
war so und so
oder
was aus Atlantis kommt
in Andeutungen

zwischen zwei Augenblicken
unsere Rede
nie zu Ende geführt

Du und ich

(Im Atemhaus wohnen S. 54)

Ich sage
du und ich
sind unsre Welt

Sie ist ein Ich
wie ich und du

blüht wie wir
wird sterben wie wir

und Platz machen
andern Welten

Die Götter II

(Im Atemhaus wohnen S. 71)

Die Götter
ja wußten sie
was uns not tut

Sie schenkten uns
was sie erfanden
Feuer Wasser Luft
die arglose Erde

Es war zuviel

Wir stecken die Erde in Brand
Rauch verspestet die Luft
Luftwolken fallen ins Wasser
es tränkt uns
mit Gift

Die Götter zogen sich zurück
in den unnahbarsten Himmel

Die Zeit

(Im Atemhaus wohnen S. 74)

Wird kommen die Zeit
ist da
vergeht und bleibt

spielt mit dir Blindekuh
versteckt sich nachts
ein Silbervogel
in deinem Traum

terne fallen
der Mond
kommt und geht
mit der Zeit
die vergeht und
bleibt

Daheim (Eingeständnis S. 93)

In der Fremde daheim

Land meiner Muttersprache
sündiges büßendes Land
ich wählte dich
als meine Wohnung
Heimatfremde

wo ich viele
fremde Freunde
liebe

(Blinde Sommer – Gesammelte Gedichte S. 86) Meine Nachtigall

Meine Mutter war einmal ein Reh
Die goldbrauen Augen
die Anmut
blieben ihr aus der Rehzeit

Hier war sie
halb Engel halb Mensch —
die Mitte war Mutter
Als ich sie fragte was sie gern
geworden wäre
sagte sie: eine Nachtigall

Jetzt ist sie eine Nachtigall
Nacht um Nacht hore ich sie
im Garten meines schlaflosen Traumes
Sie singt das Zion der Ahnen
sie singt das alte Österreich
sie singt die Berge und Buchenwälder
der Bukowina
Wiegenlieder
singt mir Nacht um Nacht
meine Nachtigall
im Garten meines schaflosen Traumes

(Blinde Sommer – Gesammelte Gedichte S. 87)

Der Vater

Am Hof des Wunderrabi von Sadagora
lernte der Vater die schwierigen Geheimnisse
Seine Ohrlocken läuteten Legenden
In den Händen hielt er den hebräischen Wald

Bäume aus heiligen Buchstaben streckten Wurzeln
von Sadagora bis Czernowitz
Der Jordan mündete damals in den Pruth —
magische Melodien im Wasser
Der Vater sang sie lernte und sang das
Erbe der Ahnen verwuchs mit
Wald und Gewässern

Hinter den Weiden neben der Mühle
stand die geträumte Leiter
an den Himmel gelehnt
Jacob nahm auf den Kampf mit den Engeln
immer siegte sein Wille

Von Sadagora nach Czernowitz und

zurück zum Heiligen Hof gingen die Wunder
nisteten sich ein im Gefühl
Der Knabe erlernte den Himmel kannte die
Ausmaße der Engel ihre Distanze und Zahl
war bewandert im Labyrinth der Kabbala.

Einmal wollte der Siebzehnjährige
die andere Seite sehn
ging in die weltliche Stadt
verliebte sich in sie
bliebe an ihr haften

Sekunde

(Im Atemhaus wohnen S. 128)

Wie lang
kann man warten

Eine Sekunde
Ewigkeit

die nächste
ist Zeit

Nicht ich

(Im Atemhaus wohnen S. 127)

Wer mich kennt
weiß
daß ich nicht
Ich bin

nur eine
verschwiegene Stimme

Mein Wort
du solltest es
besser wissen

Musik

(Im Atemhaus wohnen S. 124)

Aus welchem Instrument
tönt ihr Takt
an unser Ohr

Musik sind wir
ihre Stimme
schwingt
ins uns

Hör die Erde tönen
im Atemwort

Zirkel

(Im Atemhaus wohnen S. 121)

Der Zirkel
zieht einen Kreis
um einen Punkt

Nicht jeder Zirkel
nimmt jeden auf
in seinen Kreis

Kreislauf
um einen Punkt
um einen Schwerpunkt

Nicht jeder Zirkel
zieht einen Kreis
um einen Schwerpunkt

Mutterland

(Mutterland S. 17)

Mein Vaterland ist tot
sie haben es begraben
im Feuer

Ich lebe
in meinem Mutterland
Wort

Immer im Gespräch

(Mutterland S. 28)

Ichworte Duworte
die dich verwandeln

Auf dem Weg
zu Wasser Wäldern Bergen
zu dir

immer im Gespräch
mit der Atemzeit

Fragenzeichen

(Mutterland S. 51)

Du sprichst mich an
Hat dein Wort mich erkannt?
Ich bin ein Fragenzeichen
kein Punkt

Narben

(Mutterland S. 54)

Wenn der Tag
vernarbt ist
brechen auf
die Wunden der Nacht

Sternfälle
säumen den Traum
er fängt auf was ihm e
in den Schoß fälltlhe

Mir fällt
der Traum in den Schoß
eh mich der Schlaf überrascht
und die Nacht
vernarbt

Wünsche

(Eigengeständnis S. 90)

Ich möchte ein Magnolienbaum sein
jeden Mai blühen
Eine Nachtigall möchte ich sein
mit süßer Stimme

oder ein Berg
von der Sonne umarmt
reingewaschen vom Regen
endlose Gipfelschau
ein Jahrtausendeleben

Nein
kein Magnolienbaum möchte ich sein
kein Nachtigall
auch kein Berg

Ich will ich sein
Menschen lieben
Weltspuren folgen
Und wenn der Sprachgeist erlaubt
mit einigen Worten
meinen Tod überleben

Menschlich II

(Eingeständnis S. 95)

Wenn man lang
in die Wolken blickt
sieht man oft
Ungeheuer und Engel

Auch das Laub hat
viele Gesichter
Manchmal erkenne ich
einen Freund
im Blattwerk

So menschlich werden zuweilen
vertraute Dinge

Aber die Menschen
sind Rätsel
die ich lösen möchte

Einsamkeit

(Gesammelte Gedichte, pg. 374)

Wahrgeworden
die Weissagung der Zigeunerin

Dein Land wird
dich verlassen
du wirst verlieren
Menschen und Schlaf

wirst reden
mit geschlossenen Lippen
Zu fremden Lippen

Lieben wird dich
die Einsamkeit
wird dich umarmen

Letzte Mutter

(Andere Zeichen – GG – 276)

In Blut und Wasser geboren
erzogen im Urwald
der Großstadt

Ein Dschungel grenzt
an den andern
durch Messer getrennt

Mit dem Lichtgipfel fliegen
im Giftfluß schwimmen

Letzte Mutter
Luft
wir bringen sie um

(Blinde Sommer – GG 100)

Damit kein Licht uns liebe

Sie kamen
mit scharfen Fahnen und Pistolen
schossen alle Sterne und den Mond ab

damit kein Licht uns bliebe
damit kein Licht uns liebe

Da begruben wir die Sonne
Es war eine unendliche Sonnenfinsternis

Evalose Zeit (Blinde Sommer – GG 47)

In der Mondsubstanz
aus geborgtem Licht
wohnt das verwitterte
Adamsgesicht

Die Wangesäcke
hängen im Eis
der Mund vergilbt
im leeren Kreis

Der Augenzwilling
schwarz, entzweit
starrt in die
evalose Zeit

Na praia

Minha amiga na praia
a mulatinha de quatro anos
ri o riso charmoso
de sua raça

Em seus olhos banha-se o mar
seu cabelo é um bando de andorinhas
a mão uma flor bronzeada

Ela enche de sol o balde de lata
despeja-o na minha mão
ri um eco na areia

Sua sombra corta a sombra
de um menino louro
Por um minuto surge a cruz
envolta num halo
depois rompe-se
em dois movimentos contrários

Vem pequena amiga
a areia está madura
nós queremos construir
uma casa uma cidade um país
enche teu balde de sol
ri para a gente um
eco amplo como o mundo

Esperança II

Quem tem esperança
é jovem

Quem poderia respirar
sem a esperança
de que também no futuro
as rosas irão se abrir

uma palavra corporificada
o medo sobrevive

Mudança

Chegamos em casa
sem rosas
elas ficaram no estrangeiro

Nosso jardim está
enterrado no cemitério

Muito tem
se transformado
em muito mais

Nós temos virado espinhos
em olhos estranhos

Jogo duplo

Nós administramos
a terra

a transformamos
em jardins palavras fogueiras

Este jogo duplo
flores palavras
gaguejos de guerras

Palavras profundas

Vento de palavras
no mar humano

cada palavra
uma voz

Esta diz
o mar e eu
nos amamos

Venham
bebam palavras profundas

Amor

Duas nuvens
se abraçam
logo vão
abraçar-nos

Na floresta
cresce um berço
uma chamada e a resposta

As duas pombas
no pátio do templo
apaixonadas

O anel
encontrou um dedo
que ja não lhe deixa mais

Debaixo do dossel
o véu
toma a forma de un melro
ele canta
nos lábios da noiva

As rosas põem
os espinhos para dormir

Os segundos

Eles caem leves como o ar
através das pestanas

Não podemos
despedir-nos

Nenhum buraco
entre as quedas

Se quisermos contar
o último sonho
foi isto e aquilo
ou
o que vem da Atlântida
como sugestões

entre dois instantes
nossa conversa
nunca ao fim

Você e eu

Eu digo
você e eu
somos nosso mundo

Ele é um eu
como você e eu

floresce como nós
irá morrer como nós

e abrirá espaço
para outros mundos

Os deuses II

Os deuses
sim eles sabiam
o que nos faz falta

Eles nos presentearam
com o que inventaram
Fogo Água Ar
a inocente Terra

Isso foi demais

Nós queimamos a Terra
a fumaça suja o ar
nuvens de ar caem na água
que nos afoga
com veneno

Os deuses se afastam
ao mais longínquo céu

A hora

Vai chegar a hora
está aqui
passa e fica

brinca com você de cabra cega
à noite esconde-se
um pássaro de prata
em seus sonhos

Estrelas caem
a lua
vai e vem
com a hora
que passa e
fica

No lar

No lar estrangeiro

terra da minha língua materna
terra pecaminosa, penitente
eu escolhi você
para a minha morada
pátria forasteira

onde eu muitos
amigos desconhecidos
amo

Meu rouxinol

Minha mãe foi algum dia uma gazela
os olhos marrons-dourados
a gracilidade
são de seu tempo de gazela

Aqui ela foi
meio anjo meio ser humano —
o meio foi mãe
Quando lhe perguntei o que ela gostaria mesmo de ser
ela me disse: um rouxinol

Agora ela é um rouxinol
Noite após noite ouço-a
no jardim de meus sonhos insones
Ela canta o Sião dos antepassados
ela canta a velha Áustria
ela canta as montanhas e as florestas de faial
de Bukowina
canções de ninar
canta-me noite após noite
meu rouxinol
no jardim de meus sonhos insones

O pai

Na corte do rabino mágico de Sadagora
o pai aprendeu os difíceis segredos
os caracóis dos cabelos repicavam lendas
ele empunhou a floresta hebraica

Árvores das letras sagradas criaram raízes
de Sadagora a Czernowitz
O Jordão desembocava então no Pruth —
mágicas melodias nas águas
O pai cantava-as aprendeu-as e cantava a
herança dos antepassados unida a
florestas e correntezas

Atrás do salgueiro ao lado do moinho
estava a sonhada escada
apoiada no céu
Jacó participou da luta com os anjos
sua vontade sempre venceu

Os milagres foram de Sadagora a Czernowitz e

de volta ao pátio sagrado
aninharam-se em sentimentos
O rapaz conheceu o céu aprendeu o
número, distância e quantidade de anjos
tornou-se versado nos labirintos da cabala.

Certo dia o rapaz de dezessete anos quis
ver o outro lado
foi à cidade profana
apaixonou-se por ela
e a ela ficou preso

Segundo

Quanto tempo
pode-se esperar

Um segundo
uma eternidade

o próximo
é tempo

Eu não

Quem me conhece
sabe
que eu não
sou eu

apenas uma
voz discreta

Minha palavra
você deveria
saber melhor

Música

De qual instrumento
soa seu compasso
em nossos ouvidos

Nós somos a música
sua voz
vibra
em nós

Escuta a terra soar
na palavra respirada

O compasso

O compasso
traça um círculo
em torno de um ponto

Nem todo compasso
aceita qualquer um
no seu círculo

A órbita
em torno de um ponto
em torno de um centro de gravidade

Nem todo compasso
traça um círculo
em torno de um centro de gravidade

Mátria

Minha pátria está morta
eles a enterraram
no fogo

Eu vivo
na minha mátria
a palavra

Sempre conversando

Eupalavras vocêpalavras
que transformam você

rumo
à água florestas morros
a você

sempre conversando
com o ritmo da respiração

Ponto de interrogação

Você fala comigo
Será que a sua palavra me reconheceu?
Eu sou um ponto de interrogação
não um ponto final

Cicatrizes

Quando o dia
cicatriza
estouram
as feridas da noite

Estrelas em queda
retardam o sonho
ele recolhe o que
lhe cai no colo

O sonho
cai-me no colo
antes que o sono me surprenda
e a noite
cicatrize

Desejos

Eu gostaria de ser um pé de magnólia
florescer todo maio
Eu gostaria de ser um rouxinol
de doce trino

ou um morro
abraçado pelo sol
purificado pela chuva
olhar de cumes sem fim
uma vida milenar

Não
eu não gostaria de ser pé de magnólia
nem rouxinol
morro também não

Eu quero ser eu
amar as pessoas
seguir as pegadas do mundo
e se o gênio da língua permitir
junto com algumas palavras
à minha morte sobreviver

O humano II

Quando se olha
longamente as nuvens
vê-se com freqüência
monstros e anjos

A folhagem também tem
muitos rostos
Às vezes reconheço
um amigo
no folhedo

Assim às vezes coisas familiares
tornam-se humanas

Os seres humanos porém
são um enigma
que eu gostaria de decifrar

Solidão

Tornou-se realidade
a profecia da cigana

A sua terra vai
abandonar você
você vai perder
pessoas e o sono

vai falar
de lábios fechados
para lábios estranhos

Vai amar você
a solidão
vai abraçar você

Última mãe

Nascida em sangue e água
crescida na mata
da cidade grande

Uma floresta faz fronteira
com a outra
separadas a faca

Voa no cume da luz
nada na corrente de veneno

Última mãe
Ar
Nós a matamos

Para que luz nenhuma nos ame

Eles chegaram
com bandeiras afiadas e pistolas
abateram todas as estrelas e a lua

para que entre nós luz nenhuma fique
para que luz nenhuma nos ame

Então enterramos o sol
Foi um interminável eclipse solar

Tempo sem Eva

Na substância da lua
feita de luz oculta
mora o desfigurado
rosto de Adão

As bochechas
penduradas no gelo
a boca amarela
num círculo vazio

Os olhos gêmeos
pretos divididos
estão cravados no
tempo sem Eva

Tradução
Salvador Pane Baruja

21/11/2009 - 17:21h Pouso

*

adoro sentir calor

no inverno

fome na ceia

água na toalha

gelo no café

adoro sentir

que tudo é possível

na medida

do improvável.

onde

quero uma casa em Belo Horizonte,

c/ vista para Sabará,

1 corredor que dê em São Paulo

e porta dos fundos

para o mar.

caldo de mandioca

beba, coma, morda

a sopa no seu prato.

vou abrir pra você

a sardinha na lata.

”quero caldo de bar”

eu disse

”quero você”.

me beija que não amolo

nem a faca, nem a palavra.

branco no branco,

língua lambendo língua.

a narina no seu rosto,

superfície suave e áspera.

seus pêlos calados…

um, dois, 3, quatro,

cinco.
sua pele faz sentido(s)

quando me toca.

me cala a boba

e fabrique uma casa amarela

debaixo de nossas solas.

pro seu baile à fantasia

subo escadas pra cuspir do alto

do mais alto que puder

e não sou homem,

e não masco tabaco

escavo a descida escarrando alturas

até doer

até ser delícia

amarro meu pé em minhas meias

passo boca no meu batom

pra cair na sua piscina

de terra seca e azul

Detrás do traço

Quando começam, estou perdida. Quando acabam, já se perderam. Talvez seja o tempo ou as idéias. Ou a respeito dos dois, numa dimensão qualquer. Talvez seja sobre nada e eu não saiba o que digo. Corro o risco e assumo o fardo — ainda que fadado. O novo já envelheceu. Eu também. E é incrível quanta coisa cabe em um parágrafo. E como aspas podem ser tão mal fechadas. E como poesia pode virar prosa. E quanta coisa se perde entre o ponto e o traço. Inclusive o tempo. Até a graça. Voam aviões, traçam em vão. Que me diz dos riscos no céu? Digo que as coisas e eu somos um. E os riscos também. Nunca e a todo tempo. Agora já não sei onde foram parar. No fim? Ou no tempo. Quem sabe no ponto — frágil, único e mal traçado.

Paulo e o lago

À esquerda de Hilda, havia a água. Seus pés já tinham se libertado das sandálias e arriscavam mergulhos. O vento batia em seu vestido largo e a empurrava pra frente e pra trás, como se ela fosse um barco. Já à sua direita, havia gente, muita gente – rostos que tentava guardar, mas que escapavam tão rápidos quanto vinham. Dentre eles, apenas um era fixo: o de Paulo. Fixo até demais. Não sorria, não falava e, principalmente, não tirava os olhos de H.. Tanto que, diante dum pequeno tremor de queixo:

— Vamos sair daqui, essa água gelada…

— Quero ficar mais — respondeu, sublinhando o ponto final:

P. compreendeu que não deveria insistir, que não devia fazer nada além de olhar. Porém, se quando se equilibrava numa perna só, segurava o corpo inteiro fixando a vista num ponto, sabia que mirar H. era muito mais que um gesto à distância.

Sentindo a nuca arrepiada, H. se voltou para P. e se espantou com o despudor com que era observada. Conferiu, aliviada, que ao redor ninguém mais dava atenção à cena. Pouco depois, se achou uma boba. Não fazia nada de errado e não devia se importar com o que pensavam os rostos voláteis. Abaixando a cabeça, se viu refletida e envergonhada naquela poça enorme. Afinal, o lago não passava disso, como ela não passava de uma menina grande. Tinha a impressão de que, se o vento viesse mais forte, todo o seu disfarce de moça voaria. Pelos ares iria a postura, o vestido, as sandálias. Restaria, então, apenas ela e aquilo de que mais gostava.

neste lago, H.

hoje em dia não existe mais isso de lugar longe, H. e não sei porque sinto sua falta. você deveria estar sempre perto de mim, sua mão sempre ao meu alcance. mas é possível a distância, desde que se queira — e eu quis, jurando que a vontade não era minha. logo eu, que há poucos dias fui tão alegre e genuinamente feliz; logo eu, que aprendi que te olhar (como eu te olho) não é um gesto sem efeito. verdade que nosso afastamento é produto do meu desejo teimoso e da sua sonsice, des’seu jeito de barco de sem leme, e nada mais. e essa é toda a verdade que tenho debaixo das mangas, faltando apenas o que nenhum de nós pode esquecer: quero estar sempre ao seu lado.

A aranha

, de 78 patas, arranha 1900 vezes a minha jarra. Com suas agulhas, risca também o disco de vinil. Sombras tristes dançam sob o lustre de duas décadas. Tudo é esquecimento. Vestidos azuis tornaram-se peça de luto; peles douradas, grafite; olhos de ciúme, negros. O batom vermelho-vivo que borrava a boca de Roberta também não escapou — não passa agora de tinta escura.

Só das teias eu me lembro, sem perder detalhe, pois são as mesmas e sempre vão ser. Então perguntei à aranha: era isso que pretendia me mostrar? que vocês resistem? Não tive resposta. Claro, era uma aranha. Que podia fazer? Transformar-se em moça e me beijar pra dizer que sim? Bebi o último gole e brindei de taça vazia. Quis esmagar o bicho, mas correu às minhas mãos e me olhou com cara dócil: me diz o que faço, por onde começo. Devia ser digitadora. Tem muitas mãos e é capaz de ouvir indefinidamente sem entender. Estou brincando, sei que me compreende, só é tímida. Já é hora de ir. Grato pela companhia.

Não há de quê — respondeu-me, para meu espanto; mas a voz era de Roberta, que ouvia a conversa como se fosse com ela. De sobressalto, pediu que esperasse um segundo — o que já estava fazendo só de susto. Correu, pegou minha mão e disse: começa assim. E, antes que me desse conta, Roberta me dizia, 1987 vezes, que sim.

Arranha-céu

Quando estou brava, pinto minhas unhas de vermelho. Hoje não é o caso: estou à francesa, indisposta para despedidas. Infelizmente, lá vem a caçamba e tenho de dizer adeus à cidade miúda onde moro: mil ruas se desdobram nos cômodos de meu apartamento e cada porta é uma esquina. Toda manhã, no trânsito voraz da copa, minhas cadeiras colidem com a mesa. Em protesto, os sapatos organizam-se em passeata. Desesperado, o chuveiro chora sem cessar. Já a cama faz o que sempre fez: dorme com qualquer um, a qualquer hora. E eu, pelo espelho de meu esmalte, observo-os todos.

Quando escutei os pés do senhorio, no corredor do 20º andar, a chave já estava com os dentes cravados em minha mão. Sem nada a dizer, a entreguei. O homem também não mexeu os lábios. Em silêncio, desci as muitas escadas, fui até a porta giratória e a empurrei. Finalmente, dei de cara com a grande cidade, que há muito eu evitava encontrar. Pelas unhas, vi carros e meretrizes se juntarem a mim. Depois, homens de barba, velhos descalços, crianças de mochila, uma pessoa e mais outra e mais outra e mais outra. E o mundo, a partir de então imenso, não coube mais na ponta dos meus dedos.

Meu prato cheio

O que me atormenta é o não dito. Torturo o meu eu para depois escrever em primeira pessoa. A fuga é o mergulho. A água é azul, mas só enxergo o cinza. Não adianta praguejar contra as memórias em preto e branco. Não vejo cores agora. Maldito Almodóvar. Maldita atenção que presto, imprestável. Uma formiga cinza parece feliz com o suco cinza derramado. Uma formiga aparece morta. Ainda cinza. Inveja abastada. Persistência da daltonia psicológica, contudo. Com tudo pronto. Nem todos os feitos. Fiz o dito, mas não disse o ditado. Mas que importa tudo, todos, eu? Que importa a formiga, o cinza, o Almodóvar? Benditos sejam. Mas que sejam ditos.

(imagem ©tomooka)

Valquíria Rabelo (Belo Horizonte/MG). Editora do Jornal A Parada, ao lado de Daniel Bilac. Tem poemas publicados no jornal Dezfaces, na Revista Ato e no folheto Barkaça. Estuda Comunicação na UFMG e Design Gráfico na UEMG. Edita o blogue Formalguma. Fonte germina

19/11/2009 - 19:07h Em verso

DELICATESSEN

preciso de um doce

que me dê prazer

e me preencha a boca

com furtivas de anis

prefiro saborear

provar sal nas costas

derreter chocolate na tarde

pra esquecer do frio da vida

dá-me muitos e faz-me pouca

a avalanche de abraços apertados,

cura-me esses choros suspirados

de quem ama e nunca diz.

ENCONTRO DE POESIA

ele era poeta

escrevia como se pudesse tê-la

sentindo a vontade no seu olho ao lê-lo

como se ela ousasse ser a única.

ela era poeta

escrevia arrebatada, incompleta

e lia, e mais avidamente o lia

como se ainda pudesse

despir a vida

entender o silêncio

pesar sussurro.

TANGO

ainda guarda distâncias

a boca ainda se reserva

como se houvesse algo a desvendar

ela é involuntária, hesitante, arisca

a desconfiança a deixa arredia

apesar de tanto carinho

a despeito de tanto cuidado

ela come na mão dele

mas não sem rodeios.

QUASE

o sorriso dela foi largo

cheio de certezas

dessas que voam leves no vento

sentiu o aconchego na distância de seu abraço

a ansiedade apertada de um beijo

sempre soube agradar com poesia

não, não era amor

mas era quase.

CATECISMO

inferno é perder a vida por medo.

o paraíso é presente.

te convido para o fogo.

(imagem @czek)

Paula Cajaty. Carioca, nascida em 1975, iniciou a carreira no Direito, mas encontrou na literatura o caminho para alcançar os próprios sonhos e prazeres. Em 2008, lançou o primeiro livro, Afrodite in verso, que tem como principais componentes a sensualidade, o romantismo e a poesia. O livro ganhou orelha do poeta Fabrício Carpinejar, e elogios de diversos escritores já consagrados por crítica e público. Outras informações em seu site (clique aqui).

Fonte germina literatura

18/11/2009 - 18:44h La seda se desliza entre dos mujeres

Carmen Pascual – Carmensabes

  • Queridos amigos, siguiendo con el tema que en este blog tiene un especial protagonismo: mujeres en el arte, hoy os mostraré a una escritora que cultivó la poesía, casi diría que como un milagro, dada la dura vida que le fue impuesta.

  • Nació en China hace unos dos mil años, cuando las mujeres no tenían ninguna oportunidad de expresarse ni de demostrar su talento, éste, era dado solamente a los hombres, los cuales en su educación y en su cultura, concebían la poesía como algo esencial y obligatorio.
  • Y en ese tiempo, en la antigua china, una mujer llamada Yü Hsüan-Chi, se atrevió a escribir, expresó a través de su poesía sutil su sexualidad y sus sentimientos.
  • Fue concubina abandonada a su suerte y sacerdotisa del Tao.
  • Viajó por todo el país chino para posteriormente acusada de asesinato, morir ejecutada.

  • Os dejo una muestra de su poesía, lírica delicada e intensa que nos hace volar con ella y sentir algo de su esencia y su talento.
  • Por otra parte, para ilustrar los poemas de Yü Hsüan-Chi, una pintora, china también, llamada Xi Pan, joven y brillante que nos recuerda con sus trabajos a Matisse, klimt y a Schiele, nos deleita con un erotismo fresco, delicioso y lleno de guiños a Oriente y a Occidente.
  • Qué disfrutéis.

  • Sus hermosos poemas reposan
  • en la sombra del verano.
  • En una visita al templo taoista de Ch’hung Chen, veo
  • en la sala sur la lista de los candidatos triunfadores
  • en las examinaciones imperiales
  • Picos coronados de nubes llenan los ojos
  • en la luz de primavera.
  • Sus nombres están escritos en hermosos caracteres
  • y colocados por orden de mérito.
  • Levanto mi cabeza y leo sus nombres
  • con envidia impotente.
  • Cómo odio este vestido de seda
  • que oculta a un poeta.

  • Despierto
  • y el pequeño bote, a cuya proa
  • la Serpiente del Poder
  • navega,
  • ciega e inmóvil, me conduce
  • al mar de arena. Un sol nos derrite
  • mientras vuela
  • el pájaro de las rocas
  • y soberbia
  • cruza su sombra
  • sobre la fresca fuente de nuestras manos.
  • Se desliza la seda.
  • Por un largo camino
  • más allá del crepúsculo
  • van nuestros rostros enlazados.

  • Húmeda y fresca la noche.
  • Un suave viento del este
  • trae y disipa bancos de niebla.
  • Sueño que veo tu rostro
  • frente a las lámparas.
  • Me sonríe tras el leve maquillaje,
  • mientras tu mano reposa en mi mano.
  • Amiga mía,
  • millones de años a través de los cuales el Universo
  • asciende y declina,
  • y tú allí,
  • en tu vestido transparente de seda
  • viendo caer
  • las flores de ciruelo sobre la hierba.

(mais…)

17/11/2009 - 20:50h SEXTYNAMANTE E SEXTYNARREGANHADA

A página a seguir pode apresentar conteúdo erótico impróprio para menores de 18 anos e outras determinadas audiências.

Caso você seja maior de idade, prossiga. Se for pudibundo, melhor não…

(mais…)

15/11/2009 - 20:33h Uma queda por ele(a)

Le meilleur moment

C’est quand elle monte l’escalier
Qu’on devine ce qui va bientôt se passer
C’est à ce moment-là
Quand je la voyais majestueuse
Comme une arche
Que j’ai trouvé le moyen de louper une marche

JEAN-LUC FORNELLI

L’amour, ça fait mal… quand ça tombe

Il y a une expression: “tomber amoureux(se)”  que l’on retrouve en Anglais (fall in love) et en Japonais (koi ni ochiru) mais qui n’a rien à voir avec l’idée de chute morale ou spirituelle. A ceux et celles qui se demandent vers où on tombe, et de quelle hauteur, voici une réponse…

Myope-comme-une-taupe-1

Depuis le XVIe siècle le verbe tomber peut signifier “devenir”. Il est utilisé pour indiquer que l’on passe très vite d’un état à un autre. L’image de la chute souligne que l’événement est rapide. Tomber malade. Tomber en disgrâce. Tomber dans l’erreur. Tomber dans l’excès. Tomber dans le désespoir. Tomber en pâmoison. Tomber en enfance… Rien à voir avec la chute des anges maudits, ni avec l’image péjorative d’une déchéance. L’expression “tomber en” ou “tomber dans” montre que l’on entre dans un état d’une manière accélérée. Le verbe “tomber” peut aussi signifier “rencontrer quelqu’un par surprise, rapidement” : “tomber sur quelqu’un”.  Le coup de cœur n’est pas loin: quand l’amour s’empare brutalement de vous, c’est comme si la foudre vous tombait dessus. Le comique n’est pas très loin non plus: la chute fait partie des gags les plus faciles du répertoire burlesque.

Myope-comme-une-taupe-2

Brodant sur l’idée du trébuchement, l’artiste Jean-Luc Fornelli s’amuse à dépeindre l’amour comme une succession de faux-pas. Il réalise des collages à partir de photos érotiques des années 20 ou 30, accompagnées de titre loufoques. Son collage intitulé “Accident de tournage sur le film X La Cousine du forgeron” montre un homme et une femme nus qui s’embrassent délicatement… tandis qu’une enclume bascule au-dessus d’eux. Jean-Luc Fornelli accompagne ces images ironiques de petits poèmes (récemment publiés sous le titre Voluptés à la mante) qui parlent des mille et un ratages dont notre vie intime semble être faite. Rappelez-vous la fois où vous avez oublié de tirer la chasse d’eau. Et cette fois où vous avez troublé le silence harmonieux de vos cœurs en laissant échapper une bévue… Tenez, moi, rien qu’hier soir, j’ai envoyé un plug dans l’œil de mon amant. “Regarde, chouchou, tu vois comme mon anus est musclé?“. Contractant le sphincter, j’ai malencontreusement expulsé le plug. Comme une fusée.

Heureusement, alleluia, il y a des gens comme Jean-Luc Fornelli pour vous faire sentir moins seul(e). Les accidents honteux, il en a commis tout plein: “pépins d’amour, couacs du désir, hics de l’éros…”. Bévues, gaffes et prolapsus en tous genres, bienvenue. Jean-Luc Fornelli épingle le vécu amoureux avec un sens de la piqure acéré. Ça sent la vérité. Dans des poèmes courts aux allures de petites pierres philosophales, il montre que les amants n’arrêtent pas de rater leurs coups et de glisser sur des peaux de banane. Et que c’est peut-être ça qui rend l’amour si fort. Parce que, survivre à une honte pareille, si ça ne vous tue pas… ça vous rend plus fort, non, chouchou?

Fonte les 400 culs

Exposition de collages de Jean-Luc Fornelli, du 15 novembre au 24 décembre 2009 à la Galerie Humus : 18 bis rue des terreaux, Lausanne, Suisse. Tél. : 00 41 21 323 2170.
Publication des collages et des poèmes de Jean-Luc Fornelli : Voluptés à la mante, éditions Humus

15/11/2009 - 18:25h Cantiga de Viúvo

Carlos Drummond de Andrade

(tem uma versão com música de Heitor Villa-Lobos e de Francisco Mignone).

A noite caiu na minh’alma
Fiquei triste sem querer
Uma sombra veio vindo
Veio vindo, me abraçou
Era a sombra de meu bem

Que morreu há tanto tempo
Me abraçou com tanto amor
Me apertou com tanto fogo
Me beijou, me consolou
Depois riu devagarinho
Me disse adeus com a cabeça e saiu
Fechou a porta
Ouvi seus passos na escada
Depois mais nada, acabou
(Acabou, acabou)

14/11/2009 - 20:33h A torre de babel ou a porra do Soriano

©daniel weinstock

Eu canto do Soriano o singular mangalho!
Empresa colossal! Ciclópico trabalho!
Para o cantar inteiro e para o cantar bem
precisava viver como Matusalém.
Dez séculos!

Enfim, nesta pobreza métrica
cantemos essa porra, porra quilométrica,
donde pendem colhões que idéia vaga
das nádegas brutais do Arcebispo de Braga.

Sim, cantemos a porra, o caralho iracundo
que, antes de nervo cru, já foi eixo do Mundo!
Mastro de Leviathan! Iminência revel!
Estando murcho foi a Torre de Babel
Caralho singular! É contemplá-lo
É vê-lo teso!
Atravessaria o quê?
O sete estrelo!

Em Tebas, em Paris, em Lagos, em Gomorra
juro que ninguém viu tão formidável porra
É uma porra, arquiporra!
É um caralhão atroz
que se lhe podem dar trinta ou quarenta nós
e, ainda assim, fica o caralho preciso
para foder a Terra, Eva no Paraíso!

É uma porra infinita, é um caralho insone
que nas roscas outrora estrangulou Laoccoonte.

Oh, caralho imortal! Oh glória destes lusos!
Tu podias suprir todos os parafusos
que espremem com vigor os cachos do Alto Douro!
Onde é que há um abismo, onde há um sorvedouro
que assim possa conter esta porra do diabo??!
O Marquês de Valadas em vão mostra o rabo,
em vão mostra o fundo o pavoroso Oceano!
- Nada, nada contém a porra do Soriano!

Quando morrer, Senhor, que extraordinária cova,
que bainha, meu Deus, para esta porra nova,
esta porra infeliz, esta porra precita,
judia errante atrás duma crica infinita?

- Uma fenda do globo, um sorvedouro ignoto
que lhe dá de abrir talvez um dia um terramoto
para que deságüe, esta porra medonha,
em grossos borbotões de clerical langolha!

A porra do Soriano, é um infinito assunto!
Se ela está em Lisboa ou em Coimbra, pergunto?
Onde é que ela começa?
Onde é que ela termina
essa porra, que estando em Braga, está na China,
porra que corre mais que o próprio pensamento
que porra de pardal e porra de jumento?
Porra!

Mil vezes porra!
Porra de bruto
que é capaz de foder o Cosmo num minuto!

Fonte Germina literatura

12/11/2009 - 20:06h CANTATE POUR UNE FEMME ÉPERDUE

François Fabert

Un jour je t’avais vue à l’heure du goûter
Embrasser ton amie aussi nue que toi
Et poser sur ses seins tes pointes érigées
Tandis qu’elle frottait sur ta fauve toison
Son pubis épilé Et vous restiez ainsi
Tendrement enlacées vos vêtements épars
Au soleil de la chambre et les rideaux ouverts
Aux cris des hirondelles C’est ma sœur disais-tu
Attends-moi là Je suis à toi dans un instant
Et le jardin touffu était seul à entendrecourbant
De vos souffles mêlés la bienheureuse attente
De vos cris éperdus l’amoureuse cantate

12/11/2009 - 18:38h Amo, amas

Rubén Darío

Amar, amar, amar, amar sempre, com todo
O ser e com a terra e com o céu,
Com o claro do sol e o escuro do lodo;
Amar por toda ciência e amar, por todo desejo.
E quando a montanha da vida
Nos seja dura e longa e alta e cheia de abismos,
Amar a imensidade que é de amor acesa
E arder na fusão de nossos peitos mesmos!

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)


Amo, amas

Rubén Dário

Amar, amar, amar, amar siempre, con todo
el ser y con la tierra y con el cielo,
con lo claro del sol y lo oscuro del lodo;
amar por toda ciencia y amar por todo anhelo.
Y cuando la montaña de la vida
nos sea dura y larga y alta y llena de abismos,
amar la inmensidad que es de amor encendida
¡y arder en la fusión de nuestros pechos mismos!

Poesia Latina

11/11/2009 - 21:01h Pornopoemas

1. Vultos, outras histórias

terceiro testamento

madalena

arrependida

iluminou sua vida

não findou seu tormento

madalena arrependeu-se

do próprio arrependimento

pagou um boquete em jesus

quase pendurada na cruz

perdoai,

ela não sabe o que faz

repete o filho pro pai

madalena ri tanto

ri do pai

ri do filho

ri do espírito santo

afinal o cristianismo

é só uma idéia

e ela

o melhor boquete

de toda galiléia






a uma lady

e fodia toda tarde na embaixada

a princesa que encantou a seca e meca

tanto jeitinho de moça recatada

e tanto fogo no rabo e na xereca


o príncipe bobo e ob só era sócio

na realeza e na filantropia

tudo parte do mesmo negócio

que não se comparava à putaria


mas que ninguém condene a sua rota

quem alegrou plebeus e lançou modas

fez bem em alegrar a própria xota


e que lhe sirva de epitáfio este lamento

a lady que tanto amava as boas fodas

afinal se fudeu sem estar fodendo

sete anos de vilão Pingüim lutou

sete anos de vilão Pingüim lutou

contra os homens da lei da brava Gotham;

mas não lutou com eles, sim com Robin,

que a Robin só por prêmio desejou.

as noites na esperança qual um cego

na luta, na contenda, na refrega;

mas amor é tudo que a luta nega

e veio a enfrentá-lo o homem-morcego.

vendo o triste vilão que os seus planos

não deitaram em seus braços doce herói,

com sua máscara, capa, boca e beijo,

de maldades jurou mais sete anos,

dizendo: “tudo o que o Mal me dói

vou cumpri-lo pelo Bem que tanto almejo”.

2. Gramática não-explicativa

as novas carochinhas

me conta histórias

de fadas bem debochadas

brincando atrás do muro

com valetes de pau duro

imagina sem o pensamento

só com a vagina

tira lá do fundo

teu desejo mais abismal

enquanto tua mão encontra o meu pau

sempre feriado nacional

no bem-bom-beijo dos teus lábios maiores

folhas molhadas de gole engolem

o sumo do meu pau

caule submerso

ora na frente ora no verso

(quando eu te chamo de porca

pra te ver torcer o rabo)

onde eu começo começo começo…

& me acabo

outro cavalo a passear o peito

galopadamente

vamos sem sair

da cama até onde a vista

turva meu dedo

anuncia a mina

daguamel no vale

gramado das tuas pernas

brotam teus abaulados

gemidos

maravilhas do mundo animal

quem nunca viu

não acredita

quem conhece

se assanha

língua de gato

dando banho em aranha

regência

eu te chupo

tu me gozas

ele olha pela fresta nossa festa

que se faz faz & refaz

de tanto jeito

quando sobem nossos cheiros

misturados & melados

nosso amor palita os dentes satisfeito

69

c                                                                                                      m

ã                                                                                                      a

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n                                                                                                      c

g                                                                                                      ã

a                                                                                                      o

3. (no) princípio

a poesia não faz cópia

foda que fode a si própria

essa fome

que se come

a si mesma

e a seu nome

(imagens ©rita monteiro | anouska fisz | le borne)

Cesar Cardoso é escritor, roteirista e fotógrafo. Formado em Letras pela UFRJ, escreve para a TV Globo — atualmente, o seriado Toma lá dá cá — e para a revista Caros Amigos. Participou, dentre outras, da exposição coletiva No Ventre do Azul e Branco — Tempo de Iemanjá, realizada no Centro Cultural Justiça Federal em 2007, com curadoria de Walter Firmo. E também do projeto de vídeo coletivo Oçapse – Oproc – Zul, com curadoria de Marcos Bonisson. Publicou A Serra do Sobe-Sobe, Fim da picada começo de estrada, Manu,Ela (Editorial Nórdica) e O lápis Ladislau (Editora Miguilim), de literatura infantil; A nossa moranguíssima paixão (Editora da UERJ – Universidade Estadual do Rio de Janeiro), de poesia; O pai dos burros (Editora Salamandra) e, com o grupo Obrigado Esparro: Confusões de aborrecente e Garotas são demais, garotos são de menos (Editora Frente); Como educar seus pais e Zoando na América (Editora Objetiva), de humor; Humor na TV, ensaio escrito com Emanuel Jacobina e Mauro Wilson, e publicado desde a quinta edição do livro Da criação ao roteiro, de Doc Comparato, em 2000.

10/11/2009 - 19:04h Quase sem querer

Poesia Latina

Marilina Ross

Quase sem querer nascí
Quase sem querer crescí
Quase sem querer
te conheci.
Gostei de tua risada fresca,
criança crescida
e tua maneira de olhar.
Foi dificil respirar,
comecei a tremer
e quase sem querer
te bejei.
Quase sem querer
me rio
Quase sem querer
sinto a tua falta.
Quase sem querer
me apaixonei
Deste urso carinhoso,
criança crescida
que sem querer também
me amou.
E me enche de carícias
sem a obrigação
de prometer-me
eterno amor.
Quase sem querer
se esquece.
Quase sem querer
se perde.
Quase sem querer
se vai o amor.
Por isso te estou querendo
quase sem querer.
Jurar-te eterno amor, não sei.
Talvez
algum dia
nos surpreenda a velhice
muito juntos,
quase sem querer.

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)

Casi sin querer

Marilina Ross

Casi sin querer nací
Casi sin querer crecí
Casi sin querer
te conocí.
Me gustó tu risa fresca,
niño grandulón
y tu manera de mirar.
Fue dificil respirar,
empecé a temblar
y casi sin querer
te besé.
Casi sin querer
me rio.
Casi sin querer
te extraño.
Casi sin querer
me enamoré.
De este oso cariñoso,
niño grandulón
que sin querer tambien
me amó.
Y me llena de caricias
sin la obligación
de prometerme
eterno amor.
Casi sin querer
se olvida.
Casi sin querer
se pierde.
Casi sin querer
se va el amor.
Por eso te estoy queriendo
casi sin querer.
Jurarte eterno amor, no sé.
Tal vez
algún día
nos sorprenda la vejez
muy juntos,
casi sin querer.

09/11/2009 - 18:56h Eros é a água

Gioconda Belli

Entre as tuas pernas
o mar revela-me estranhos recifes
rochas erguidas corais altaneiros
contra a minha gruta de búzios concha nácar
o teu molusco de sal persegue a corrente
a pequena água inventa-me barbatanas
mar da noite com luas submersas
tua ondulação brusca de polvo congestionado
acelera nas minhas guelras um latejar de esponja
e os cavalos minúsculos flutuam entre gemidos
enredados em longos pistilos de medusa.
Amor entre golfinhos
aos altos lança-te sobre o meu flanco leve
recebo-te sem ruído olho-te entre bolhas
cerco o teu riso com a minha boca espuma
ligeireza da água oxigênio de tua vegetação de clorofila
a coroa de lua abre espaço ao oceano.
Dos olhos prateados
flui longo olhar final
e erguemo-nos do corpo aquático
somos carne outra vez
uma mulher e um homem
entre as rochas.

(Tradução de José Agostinho Baptista)


Eros es el água


Gioconda Belli

Entre tus piernas
el mar me muestra extraños arrecifes
rocas erguidas corales altaneros
contra mi gruta de caracolas concha nácar
tu molusco de sal persigue la corriente
el agua corta me inventa aletas
mar de la noche con lunas sumergidas
tu oleaje brusco de pulpo enardecido
acelera mis branquias los latidos de esponja
los caballos minúsculos flotando entre gemidos
enredados en largos pistilos de medusa.
Amor entre delfines
dando saltos te lanzas sobre mi flanco leve
te recibo sin ruido te miro entre burbujas
tu risa cerco con mi boca espuma
ligereza del agua oxigeno de tu vegetación de clorofila
la corona de luna abre espacio al océano
De océano los ojos plateados
fluye larga mirada final
y nos alzamos desde el cuerpo acuático
somos carne otra vez
una mujer y un hombre
entre las rocas.

08/11/2009 - 21:45h Poema da buceta cabeluda



A buceta de minha amada
tem pêlos barrocos,
lúdicos, profanos.
É faminta
como o polígono das secas
e cheia de ritmos
como o recôncavo baiano.
A buceta de minha amada
é cabeluda
como um tapete persa.
É um buraco-negro
bem no meio do púbis
do universo.
A buceta de minha amada
é cabeluda,
misteriosa, sonâmbula.
É bela como uma letra grega:
é o alfa-e-ômega dos meus segredos,
é um delta ardente sob os meus dedos
e na minha língua
é lambda.
A buceta de minha amada
é um tesouro
é o Tosão de Ouro
é um tesão.
É cabeluda, e cabe, linda,
em minha mão.
A buceta de minha amada
me aperta dentro, de um tal jeito
que quase me morde;
e só não é mais cabeluda
do que as coisas que ela geme ao meu ouvido
quando a gente fode.

(imagens ©Wondrous Vulva Puppet)

Braulio Tavares (1950, Campina Grande, PB). Escritor, compositor. Publicou, entre outros, A espinha dorsal da memória. Contos (Lisboa/Rio de Janeiro: Caminho/Rocco, 1989/1996); Mundo fantasmo. Contos (Rio de Janeiro/Lisboa: Rocco/Caminho, 1996/1997); Como enlouquecer um homem: as mulheres contra-atacam. Humor (Rio de Janeiro/São Paulo: Editora 34/Círculo do Livro, 1994/1997) e A máquina voadora. Romance (Rio de Janeiro/Lisboa: Rocco/Caminho, 1994/1997). Escreve sobre Cultura, todo dia, no Jornal da Paraíba.

08/11/2009 - 18:22h Os amantes

Otto René Castillo

Se haviam
encontrado faz pouco
e logo
se haviam separado,
levando
cada um consigo
seu nunca ou seu jamais
sua afirmação de esquecimento
sua golpeadora dor.

Porém o último beijo
que voara de suas bocas,
era um planeta azul.
Girando
em torno a sua ausência
e eles
viviam de sua luz
igual que de sua recordação.

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)

Los amantes

Otto René Castillo

Se habían
encontrado hace poco.
Y hace pronto
se habían separado,
llevándose
cada uno consigo
su nunca o su jamás
su afirmación de olvido,
su golpeador dolor.

Pero el último beso
que volara de sus bocas,
era un planeta azul.
Girando
en torno a su ausencia.
Y ellos
vivían de su luz
igual que de su recuerdo.

Poesia Latina

06/11/2009 - 20:03h The língua e demais

©antónio melo

quando me comeste

quando me comeste
de uma forma como nunca em mim fizeste
ouvi no imperativo os verbos mais sagrados
vem  sobe  encaixa  mete  fode
despossuí-me das rédeas que trazia
no máximo fazia
o mínimo necessário
em ti me dissolvia
em ti me misturava
e tu senhora e ama
da cama e do momento
nos volteios que me impunha o teu desejo
deste-me à língua a tua pele
toda ela  toda líquida  toda nua
levaste as minhas mãos à cabeceira
e no transe hipnótico provocado
juro que senti as mãos atadas
pedias — ou mandavas — que eu gritasse
e eu de olhos fechados sussurrava
meu amor
à peça última que inútil te vestia
— um meia-taça já nos ombros derreado —
levaste à minha boca
e tal como crisálida
dele tu saíste
deixando-o em mim como mordaça
me abraça meu amor, disse, me abraça
subias e descias no compasso certo
sabias e dizias os verbos sagrados
vem  sobe  encaixa  mete  fode
e naquela vez  per la prima volta
chorei de gozo
quando me comeste

pêlos

Macia selva que o teu corpo tapeteia.
Fina ramagem onde o toque se aveluda.
Vaivém de vento que penteia e despenteia.
Sensível manta que te cobre e te desnuda.

Pouso de face — a tua face — em minha face,
passando, aos poucos, a carinhos circulares.
Corta o silêncio abafadiço roçar: dá-se
a sinfonia dos murmúrios capilares.

Miro a penugem que recobre a tua orelha,
e os meus ouvidos, feito dedos, passam leves.
Cílio teus cílios, sobrancelho a sobrancelha,
e um humm e um ai e um ai e um humm sussurram breves.

Plumagens raras — tua nuca envolta em rama.
O meu pescoço quer o teu e tu mo encostas.
Tu te declinas à maneira de quem chama.
Nas mãos reversas sei da relva em tuas costas.

O que me é tátil à minha boca ora transfiro,
visto que assim, se sei do toque, sei do gosto.
E mais eu sei se pela boca te respiro,
pois menos sei qual do teu pêlo me é posto.

Pêlos que eu gosto: os que cercam teus mamilos,
onde em percursos labiais circunavego.
Tal o prazer tê-los assim, assim senti-los,
que a minha boca no teu seio às vezes nego.

Pêlos que eu amo: os da barriga, feito seta,
que a boca assanha indo e vindo ao teu umbigo.
Como uma onda, o teu quadril se me projeta,
surfo teu ventre e nos teus pêlos eu prossigo.

Pêlos que eu quero: os teus pêlos inguinais,
onde, bem sei, se me demoro, tu te adias.
Desses eu passo a outros pêlos, capitais,
e em tais arranho a minha barba de dois dias.

shampoo

bastaria o movimento dos quadris
face à minha face
os teus joelhos abertos
tuas mãos em meus cabelos

bastaria sentir o teu sabor mais íntimo
o ir e vir e o vir e ir
da perfeita sincronia desencontrada
dos meus lábios
nos teus lábios

bastaria o postergar do ápice

o ver o transformar do teu sorriso
em outros risos que adoro, amo e quero

mas não

tinhas que vir com teus cabelos ainda úmidos
saídos da banheira a pétalas preparada
e tinhas que fazer dos fios — pura maldade —
o carrossel a girar em todo o rosto meu

: cheiro esse em que ainda permaneço.

missa

Vapor de incenso rente aos góticos das naves.
Uma mulher se abeira ao genuflexório.
Ao latinório o órgão junta os sons mais graves
e em contraponto ela inicia um responsório.

Em meio a preces a cerviz cede e se encurva,
e a fronte deita na rudez da mão constrita.
De vez em quando o seu pescoço se recurva,
mostrando a face lagrimada e mais contrita.

A impressão é de quem traz todo o pecado,
e de quem é a filha amada da desdita.
O choro e a reza em contubérnio consumado:
ao mesmo tempo que é perdão, lembra a vindita…

Mesmo de costas, no retábulo percebo
aquela imagem que em trejeitos se revolve
(um gosto amargo vem no vinho quando eu bebo,
e em minha mão o pão sagrado se dissolve…).

Do Altar-Mor desço os granitos da escada,
num sentimento que de culpa mais parece.
Chego ao transepto e o meu verbo não diz nada,
ela, surpresa, quer falar, mas se emudece.

Cessa do choro, cala a prece e se levanta,
e vindo a mim, ato contínuo, se ajoelha,
(olhos azuis, a pele branca, a tez de santa…)
e a minha mão ousa tocar sua guedelha.

Com o polegar enxugo as lágrimas do rosto,
e um arrepio me tomava e eu tinha medo…
Só pelo tato e pelo olhar senti seu gosto,
ao ver seus lábios à procura do meu dedo…

Me valho à prece enquanto toco a sua boca,
e nela eu faço a marcação da Cruz Sagrada,
quanto mais rezo, mais a fé de mim se apouca
(meu corpo em pé e a minha alma ajoelhada…).

A minha mão decai da boca ao seu pescoço,
quero parar, mas o pecado me prossegue.
Cedo ao instinto e da razão nada mais ouço,
o olhar cerrado, quer abrir, mas não consegue…

Um forte impulso ao seu encontro me impele.
Eu me ajoelho e fico à altura dos seus olhos.
Minha vontade é me queimar na sua pele.
Unto seus ombros derramando os Santos Óleos…

Eu desamarro o seu justilho, incontinente,
e as minhas vestes de ofício eu rasgo ao meio.
O óleo segue a deslizar, suavemente,
nas ogivais lactescentes dos seus seios…

Lembro da hóstia e uma força me sustém.
Não sei de mim, tanto desejo me treslouca…
em seus cabelos os meus dedos se detêm
(sagrado é o trigo que eu ponho em sua boca…).

As suas mãos eu levo à pia batismal,
sem esperar que alguma prece me concentre.
Me dessedento em meu pecado gutural,
bebendo o vinho do Sacrário do seu ventre…

Qual Pentecostes, misturei minh’alma à sua,
eu sussurrando as Ladainhas mais insanas,
e ela em responsos de suor da carne nua,
gemendo em gozo cada “Oh, Glória…” das Hosanas…

©pedro marques pereira

esse verbete de referência

(ou: porque fratura não se expõe impunemente)

não era Donne em versos indo para o leito,
tampouco Caetano ali cantava,
mas Ela, misturando os dois, dizendo:
“quando ele sobre mim e dentro dança lento”,
e eu, que já nem sei se lento ou não nela dançava,
sei que mais dentro (sob ou sobre?) me deixava.

ao lado a lingerie recém-comprada
e ainda não usada (olha a surpresa:
trazia entre os dentes e mais nada,
assim, só pele e poros, nua em pêlo),
ao lado, eu dizia, aquele mimo,
que a mão, à meia-luz, fiz que enxergasse,
lacei sua cintura e obediente
deixou (fez que deixou) que eu comandasse.
as ancas alternando ora espirais,
ora fluxos de um percurso sul e norte
— e ora tudo isso quando em 8.

sim, és linda e única e máxima e sem decência.
és meu verbete de referência,
disse.

e ela, de presente, a linda, fez
seu cabelo, todo ele em desalinho,
por campana em meu rosto:
a vida era ali dentro: cheiro e gosto.
o mundo era lá fora: burburinho.

poemas me acorriam, delirava.
sonetos nascituros declamava:

“amemo-nos do amor que mata e vive,
sem meias concessões, de tudo ou nada.
do amor do mais amado e mais amada,
que nunca, sei, tiveste e nem eu tive”.

mas, não.
ali era o poema em carne viva.
ali qualquer palavra soçobrava.
teus peitos, minha boca, teus cabelos,
meu corpo inteiro entregue, tuas coxas.

amei quando disseste erguendo o queixo:
pu…
(verbete meu e referência minha,
fratura não se expõe impunemente.)
…taquepariu.

então te chamo, abraço e beijo
e em mim tu dormes.

parede

o tempo é o momento. o instante é cada.
seria aquele agora o que viesse.
camisa sem botão no chão jogada
(rasgada a lingerie, sozinha desce).
decerto seguiria a caminhada,
se perto uma parede não houvesse.
desceu-me da cintura e já virada,
pediu que em suas costas me fizesse.
saía-lhe, a voz, rouca, abafada,
dizendo pra fazer o que eu quisesse.
a ordem não restou-me ignorada,
nem outra esperei que me dissesse.
com os pés, uma da outra separada,
um ângulo em suas pernas quis tivesse.
e cada uma das mãos quis espalmada,
e o rosto na parede se pusesse.
num beijo fiz-lhe a nuca devassada
(tingida de um rubor, logo azulece).
mexendo teu quadril, fêmea e suada,
teu peito na parede se intumesce.
e toda as tuas costas quis beijada,
na forma de beijar que me apetece:
pensar — embalde a boca em beijo dada —
que o beijo já de haver beijado esquece.
e a tua voz — se havia — foi calada
: teu uivo na parede se emudece.
banhou-te meu suor — tu já molhada
: de nós toda a parede se umedece.
as ancas quis de mim aproximada,
do jeito que o teu corpo bem conhece.
desci-me e, genuflexo, à mirada,
a língua quis que se sobrepusesse.
e o que se me mostrava resguardada,
aos poucos no lamber mais se elastece.
roçares… vaivéns… língua sugada…
sorvendo e sem que a sede detivesse.
a boca de contrastes consumada:
se o teu suor esfria, o mel aquece.
serias dessa forma vergastada,
se noutra, bem melhor, não conviesse:
subindo, vou sentindo na escalada,
que o gosto que eu trazia remanesce.
sussurro em teu ouvido: tu. mais nada.
sussurras à parede: não se apresse…
(ouvi, mas como fosse não falada,
tal foi a tua voz em quase prece.)
meu corpo colo ao teu — forma acoplada.
e o corpo, inda que dois, um só parece.
meu corpo invade o teu — breve estocada.
e em breves indo-e-vindo permanece.
queria-te de mim toda tomada,
e invadiria mais, se mais coubesse.
gemias de uma fala recortada,
da qual somente o corpo reconhece.
e em pleno evolver da cavalgada,
meu corpo, junto ao teu, treme e estremece.
(…)
se a hora se passou, não foi contada
(se se, talvez em si se desfizesse).
(…)
te volto para mim, quero-a abraçada,
e em canto, tal uma ária compusesse,
sussurro em tua boca: tu. mais nada.
deitemos, amor meu… já se amanhece.

*

entre, fora, sobre, embaixo
nas laterais e no centro
bico do peito no peito
beijo de boca epicentro
garapa tecido leito
coxas e pêlos riacho

cheiro de fêmea e de macho
gangorras no baricentro
ora largo e ora estreito
ora de longe, ora dentro
e o branco no novo efeito
do cobre ruivo do cacho

o teu senhor e capacho
o teu raio e circuncentro
o teu esquerdo e direito
manteiga, queijo e coentro
todo sabor, todo jeito
inteiro, de cima a baixo

©antónio sta.clara

the língua

pelo dedo
primeiro
do teu pé,
em curva
senoidal
de sobe e desce,
tocando
um a um
que se umedece,
falanges,
cinco unhas,
vante e ré,
solado,
metatarso,
calcanhar,
telúrico sabor,
salivo o pêlo
do contorno
de todo o
tornozelo
alternando
entre o
beijo e o
respirar…
lambuzo a
panturrilha
ondulada,
e encosto a
pele áspera
do rosto,
misturo
assim o
meu com o
teu gosto,
de boca e
de pele
já suada…
avanço
no joelho,
alcanço a
coxa,
mordidas
de mentira
em toda
parte,
o beijo a
pintar
obra-de-arte:
às vezes
nuvem
rubra,
às vezes
roxa…
(e as mãos e os
pés dos dois
rasgando a
colcha…)
subindo
pelo “S”
do quadril,
no rastro
salivar
chego ao
umbigo,
(de tão
pesados os
olhos,
só lobrigo…)
te ouço
sussurrar
um “não”
sem til…
na reta que
inicia-se
no ventre,
deslizo à
divisa
dos teus
seios,
no ritmo
pendular,
paro no
meio, e o
terno beijo
alterno
calmamente…
em todo o
teu pescoço
faço um giro,
molhando a
superfície
perfumada,
e após uma
descida
demorada,
eu cravo a
jugular,
feito vampiro…
adentro
umedecendo o
teu ouvido,
volteio,
vou e volto,
saio e entro,
penetro,
molho tudo,
fora e dentro,
(teus olhos,
como os meus,
calam franzidos…)
em torno
dos teus olhos
faço um 8
nariz,
maçã do rosto,
tudo beijo,
de tão extasiado,
não mais vejo,
e suga
minha boca
um beijo afoito…
encontram-se,
duelam-se,
se enroscam…
procuram-se,
encontram-se,
se tocam…
descansam,
brigam,
chupam-se,
se trocam…
de súbito
desço ao
vértice do “V”
que formam
tuas coxas
levantadas
e sorvo
e absorvo
em golfadas
o néctar que
me inunda
de você…

Antoniel Campos (1967, Pau dos Ferros, RN). Poeta, engenheiro civil, vive em Natal. Publicou Crepes e cendais (Ed. do autor, 1998), De cada poro um poema (Editora Sebo Vermelho, 2003) e A esfera (Plena Editora, 2005). Escreve o blogue Poros e Cendais. Mais aqui.

Fonte Germina Literatura

05/11/2009 - 20:36h Maneiras de ser feliz

A DEUSA

Comeu-o com muito gosto, estalando a língua e gemendo de prazer. Mas não o fez de maneira selvagem. Ao contrário, foi bastante cortês.

Comeu-o aos poucos, com requinte e sabedoria. Dispôs igualmente de todas as partes, sem rejeitar nenhum ossinho, por miúdo que fosse. Aproveitou tudo tudo, inclusive os dedos dos pés.

Sugou primeiro os lábios carnudos, suspirando delicado.

Quando mordiscava o lombo, gemeu alto. Ao chupar a coxa, quase perdeu a compostura.

Perdeu a compostura ao lamber as partes tenras. Sacrificou-o em grande estilo, arrancando-lhe as vísceras sem sombra de culpa ou tardio remorso. Mas o momento de gozo ela viveu ao devorar-lhe a cabeça.

Ele perdeu a pele, as carnes, ficou nu por fora e por dentro. Mas ela não teve dó. Arrebatara seu coração. Enfim.

DUAS MANEIRAS DE SER FELIZ

Esquizofrenizou-se às seis horas da tarde ao som da Ave-Maria, quando uns anjos lhe disseram que largasse tudo e fosse pro convento seduzir a pequena Flor-de-Liz, enquanto outros aconselharam que ela se dirigisse imediatamente ao shopping mais próximo e comprasse lingerie de cor vermelha — aquela com abertura coincidente com as aberturas de nascimento — e subisse lá pros altos da Avenida Afonso Pena que aí sim, ela estaria perto do céu.

Então Marilene deu dois passos pra frente, dois pra trás e ficou paralisada, ouvindo as vozes cada vez mais perto.

Belo Horizonte, 15/08/02

O SALVADOR

Então ele me tocou e eu fiquei curada.

O véu da cegueira se rasgou e eu vi: o tisnado da pele, o veludo dos olhos. A saturação do melado: rapadura batida e rebatida, em calor absoluto. Os lábios exatos — café claro e duas pitadas de chocolate.

Lembro antílopes e tigres e esquilos.

Meu sorriso rompe o gelo, já não dói.

Meus membros vencem a crosta de gesso, já não sou uma estátua.

Abro as vidraças.

Ensaio passos de uma nova dança, ouvindo uma música que nem mesmo sei se existe.

Porque ele me assiste.

Fevereiro, 2003

GOLPE DE NAJA

Eu nem perguntaria o nome dele.

Iria para um canto qualquer, um vão de escada e, na pressa, talvez fizesse em pedaços a camisa azul.

Minhas mãos aflitas procurariam o caminho e abririam o zíper enquanto eu esfregaria minhas tetas no corpo trêmulo e meteria a perna atrevida entre as pernas do homem, revolucionando os quadris.

Era o que eu pensava naquele carnaval, sentada com os outros em torno da imensa távola redonda, enquanto o macho ao lado, um perfeito estranho, corria a mão pela minha coxa e me lambia a cara com sua língua fogosa.

Não quis ver-lhe o rosto, não me virei, nada fiz. Apenas imaginava a cena e seus desdobramentos. O golpe de naja, o salto primitivo.

Então, num sobressalto, acordei.

Fevereiro ou março, 2003

LABORES

Ele, um touro de forte. Ela, mignonne, franzina, uma pluma. Criatura mínima, mas disposta, cheia de calores, um vulcão prestes a expelir salsa-ardente.

E assim foi: ele abre caminho na terra revolta e tenra.

Cavouca fundo, com precisão.

Cavouca calmo, mantendo o ritmo certo.

Vai quebrando resistências em meio aos ais, explora a mina, conquista reentrâncias.

Vai umedecendo o túnel estreito, enquanto o fogaréu pouco a pouco se alastra, do centro para outras glebas.

Eventualmente, ele desbloqueia a saída e respira a paisagem. Com volúpia, saboreia os arredores.

Até plantar a semente em jatos tensos, na justa hora.

O gozo germina e ela nunca mais esquece.

Belo Horizonte, 2003

[Do original "Visões do Paraíso"]

(imagens ©pedro paulo domingues)

Branca Maria de Paula (Aimorés-MG). Escritora, fotógrafa e roteirista. Premiada no 3º Concurso Nacional de Contos Eróticos da Revista Status, em 1978, teve o texto censurado na íntegra. Publicou seu primeiro livro — A Mulher Proibida — em 1980. Depois de várias obras direcionadas ao público infanto-juvenil, em 2005, lança Fundo Infinito — contos eróticos. Participa de diversas antologias. Entre elas, Intimidades (Dez contos eróticos de escritoras portuguesas e brasileiras). Vive em Belo Horizonte, Minas Gerais.

04/11/2009 - 20:25h eróticos & pornográficos

Germina Literatura


O texto é o mesmo
repetição
um beijo pousa
uma saudade decola
o amor sugere
a incerteza se instala
indiferente
o vento passa
o olhar procura
na fresta da roupa
a pele oculta da mulher.

PONTO DE FUGA

Que indagação faz
o umbigo feminino
quando aparece entre
uma peça e outra
da veste?
Intimidade
sensualidade.
Nem mesmo
a musicalidade dos pêlos
é maior que o apelo
da cicatriz do nascimento.

ENCONTRO

O olho caça
na mata
abaixo do umbigo
um abrigo
secreta pátria
a língua avista
bem no centro
do jardim de pêlos
o lugar
caverna
doce e úmida.

*

Na falta de um cigarro,
O beijo toma conta
dos lábios.
Da boca, renasce o desejo.
Na língua, a umidade
lubrifica o amor.
Começo de tarde, curto,
sem gosto de chocolate,
mas molhado
de chuva e volúpia.

*

Quando o rasgo da roupa
deixa florescer
uma essência oculta
sublime é a pele
que se mostra
gentil é a natureza
com a mulher
que passa
livre e solitária
provocando quem a olha.

O MODELO

Uma discreta marca de sol
repousa na pele clara
da mulher sem roupa
parada no atelier
do pintor que trabalha
fareja a beleza
desenha o que a luz
faz ver e sonhar.

Rebelde modelo
possuída pelo calor do sexo
foge e deixa a tela vazia
habitada por fantasmas.

A MULHER

Uma geografia
sempre a ser descoberta
obscura e secreta
como a solidão.

Em silêncio
a intimidade feminina
acende o mistério
que faz lembrar
o aroma dos devaneios
que transporta
o fim da tarde.

Almandrade (Antônio Luiz M. Andrade), artista plástico, arquiteto, mestre em desenho urbano e poeta. Participou de várias mostras coletivas, entre elas: XII, XIII e XVI Bienal de São Paulo; “Em Busca da Essência” — mostra especial da XIX Bienal de São Paulo; IV Salão Nacional; Universo do Futebol (MAM/Rio); Feira Nacional (S.Paulo); II Salão Paulista, I Exposição Internacional de Escultura Efêmeras (Fortaleza); I Salão Baiano; II Salão Nacional; Menção honrosa no I Salão Estudantil em 1972. Integrou coletivas de poemas visuais, multimeios e projetos de instalações no Brasil e exterior. Um dos criadores do Grupo de Estudos de Linguagem da Bahia que editou a revista “Semiótica” em 1974. Tem poemas publicados em revistas especializadas. Publicou Poemas (Ed. do autor, 1988), Suor Noturno (Ed. Fator, 1993), Arquitetura de Algodão (Ed. Letras da Bahia, 2000), Textos Sobre Arte (Ed. Museu de Arte Moderna da Bahia, 2000). Mais na Germina, no Expoart e no Prova de Artista.

(imagens ©jerry c.)

03/11/2009 - 17:35h Poema IV

Isaac Felipe Azofeifa

Tu me deixas aqui ou partes comigo?
Estou dentro de ti ou é que me chamas?
Vives única em mim ou encontro o mundo em ti,
contigo?

A ordem das coisas em que te amo,
onde começa ou acaba?
Agora está o silêncio aposentado
na rosa do ar
e uma árvore perto trina entre os pássaros
para sombrear teu sonho ou é meu sonho?

É esta uma prisão ou acaso o vasto céu
começa aqui onde teus pés
tocam juntos a terra, ou é a lua?

De pronto entro na luz que já habito
e meus olhos se encontram com tua testa.
Busco sair de ti e te levo dentro
de mim, sem encontrar-te.
Sem como, onde ou quando.

Cego na luz com meu olhar aberto
a tanta multidão de ti que ando
extraviado na noite na metade do dia.

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)


Poema VI

Issac Felipe Azofeifa

¿Tú me dejas aquí o partes conmigo?
¿Estoy dentro de ti o es que me llamas?
¿Vives única en mí o encuentro el mundo en ti,
contigo?

El orden de las cosas en que te amo,
¿dónde empieza o acaba?
Ahora está el silencio aposentado
en la rosa del aire
y un árbol cerca trina entre los pájaros
para sombrar tu sueño, ¿ o es mi sueño?

¿Es esta una prisión o acaso el vasto cielo
empieza aquí donde tus pies
tocan juntos la tierra, o es la luna?

De pronto entro en la luz que ya habito
y mis ojos se encuentran con tu frente.
Busco salir de ti y te llevo dentro
de mí, sin encontrarte.
Sin cómo, dónde o cuándo

Ciego en la luz con mi mirada abierta
a tanta multitud de ti que ando
extraviado en la noche en la mitad del día.

02/11/2009 - 19:46h Soneto XLIV (44)

Pablo Neruda

Saberás que não te amo e que te amo
posto que de dois modos é a vida,
a palavra é uma asa do silêncio,
o fogo tem uma metade de frio.

Eu te amo para começar a amar-te,
para recomeçar o infinito
e para não deixar de amar-te nunca:
por isso não te amo ainda.

Te amo e não te amo como se tivesse
em minhas mãos as chaves da fortuna
e um incerto destino desafortunado.

Meu amor tem duas vidas para amar-te.
Por isso te amo quando não te amo e por isso te amo quando te amo.

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)


Soneto XLIV

Pablo Neruda

Sabrás que no te amo y que te amo
puesto que de dos modos es la vida,
la palabra es un ala del silencio,
el fuego tiene una mitad de frío.

Yo te amo para comenzar a amarte,
para recomenzar el infinito
y para no dejar de amarte nunca:
por eso no te amo todavía.

Te amo y no te amo como si tuviera
en mis manos las llaves de la dicha
y un incierto destino desdichado.

Mi amor tiene dos vidas para armarte.
Por eso te amo cuando no te amo
y por eso te amo cuando te amo.

Poesia Latina

01/11/2009 - 18:17h Distância justa

Cristina Peri Rossi

No amor, e no boxe,
tudo é questão de distância.
Se te aproximas demasiado me excito
me assusto.
me ofusco digo bobagens
me ponho a tremer.
Porém se estás longe
sofro entristecido
me desvelo
e escrevo poemas.

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)

Distancia justa

Cristina Peri Rossi

En el amor, y en el boxeo
todo es cuestión de distancia
Si te acercas demasiado me excito
me asusto
me obnubilo digo tonterías
me echo a temblar
pero si estás lejos
sufro entristezco
me desvelo
y escribo poemas.

31/10/2009 - 17:48h A hora

Juana de Ibarbourou

Toma-me agora que ainda é cedo
e que levo dálias novas na mão.

Toma-me agora que ainda é sombria
esta taciturna cabeleira minha.

Agora que tenho a carne cheirosa
e os olhos limpos e a pele de rosa.

Agora que calça minha planta ligeira
a sandália viva da primavera.

Agora que em meus lábios repica o sorriso
como um sino sacudido às pressas.

Depois…oh, eu sei
que já nada disto mais tarde terei!

Que então inútil será teu desejo,
como oferenda posta sobre um mausoléu.

Toma-me agora que ainda é cedo
e que tenho rica de nardos a mão!

Hoje, e não mais tarde. Antes que anoiteça
e se torne murcha a corola fresca.

Hoje, e não amanhã. Oh amante! Não vês
que a trepadeira crescerá cipreste?

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)


La hora

Juana de Ibarbourou

Tómame ahora que aún es temprano
y que llevo dalias nuevas en la mano.

Tómame ahora que aún es sombría
esta taciturna cabellera mía.

Ahora , que tengo la carne olorosa,
y los ojos limpios y la piel de rosa.

Ahora que calza mi planta ligera
la sandalia viva de la primavera

Ahora que en mis labios repica la risa
como una campana sacudida a prisa.

Después… !oh, yo sé
que nada de eso más tarde tendré!

Que entonces inútil será tu deseo
como ofrenda puesta sobre un mausoleo.

¡Tómame ahora que aún es temprano
y que tengo rica de nardos la mano!

Hoy, y no más tarde. Antes que anochezca
y se vuelva mustia la corola fresca.

hoy, y no mañana. Oh amante, ¿no ves
que la enredadera crecerá ciprés?

30/10/2009 - 18:34h Quase sem querer

Marilina Ross

Quase sem querer nascí
Quase sem querer crescí
Quase sem querer
te conheci.
Gostei de tua risada fresca,
criança crescida
e tua maneira de olhar.
Foi dificil respirar,
comecei a tremer
e quase sem querer
te bejei.
Quase sem querer
me rio
Quase sem querer
sinto a tua falta.
Quase sem querer
me apaixonei
Deste urso carinhoso,
criança crescida
que sem querer também
me amou.
E me enche de carícias
sem a obrigação
de prometer-me
eterno amor.
Quase sem querer
se esquece.
Quase sem querer
se perde.
Quase sem querer
se vai o amor.
Por isso te estou querendo
quase sem querer.
Jurar-te eterno amor, não sei.
Talvez
algum dia
nos surpreenda a velhice
muito juntos,
quase sem querer.

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)


Casi sin querer

Marilina Ross

Casi sin querer nací
Casi sin querer crecí
Casi sin querer
te conocí.
Me gustó tu risa fresca,
niño grandulón
y tu manera de mirar.
Fue dificil respirar,
empecé a temblar
y casi sin querer
te besé.
Casi sin querer
me rio.
Casi sin querer
te extraño.
Casi sin querer
me enamoré.
De este oso cariñoso,
niño grandulón
que sin querer tambien
me amó.
Y me llena de caricias
sin la obligación
de prometerme
eterno amor.
Casi sin querer
se olvida.
Casi sin querer
se pierde.
Casi sin querer
se va el amor.
Por eso te estoy queriendo
casi sin querer.
Jurarte eterno amor, no sé.
Tal vez
algún día
nos sorprenda la vejez
muy juntos,
casi sin querer.

Poesia Latina

29/10/2009 - 18:48h Rosto de ti

Mario Benedetti

Tenho uma solidão
tão concorrida
tão cheia de nostalgias
e de rostos teus
de adeuses faz tempo
e beijos bem vindos
de primeiras de troca
e de último vagão.

Tenho uma solidão
tão concorrida
que posso organizá-la
como uma procissão
por cores
tamanhos
e promessas
por época
por tato e sabor.

Sem um tremer de mais
me abraço a tuas ausências
que assistem e me assistem
com meu rosto de ti.

Estou cheio de sombras
de noites e desejos
de risos e de alguma maldição

Meus hóspedes concorrem
concorrem como sonhos
com seus rancores novos
sua falta de candura
eu lhe ponho uma vassoura
atrás da porta
porque quero estar só
com meu rosto de ti.

Porém o rosto de ti
olha a outra parte
com seus olhos de amor
que já não amam
como vives
que buscam a sua fome
olham e olham
e apagar a jornada.

As paredes se vão
fica a noite
as nostalgias se vão
não fica nada.

Já meu rosto de ti
fecha os olhos.

E é uma solidão
tão desolada.

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)


Rostro de vos

Mario Benedetti

Tengo una soledad
tan concurrida
tan llena de nostalgias
y de rostros de vos
de adioses hace tiempo
y besos bienvenidos
de primeras de cambio
y de último vagón.

Tengo una soledad
tan concurrida
que puedo organizarla
como una procesión
por colores
tamaños
y promesas
por época
por tacto y por sabor.

Sin un temblor de más,
me abrazo a tus ausencias
que asisten y me asisten
con mi rostro de vos.

Estoy lleno de sombras
de noches y deseos
de risas y de alguna maldición.

Mis huéspedes concurren,
concurren como sueños
con sus rencores nuevos
su falta de candor.
Yo les pongo una escoba
tras la puerta
porque quiero estar solo
con mi rostro de vos.

Pero el rostro de vos
mira a otra parte
con sus ojos de amor
que ya no aman
como víveres
que buscan a su hambre
miran y miran
y apagan la jornada.

Las paredes se van
queda la noche
las nostalgias se van
no queda nada.

Ya mi rostro de vos
cierra los ojos.

Y es una soledad
tan desolada.

28/10/2009 - 18:32h Poema de amor

Joan Manuel Serrat

O sol nos esqueceu ontem sobre a areia,
nos envolveu o rumor suave do mar,
teu corpo me deu calor,
tinha frio,
e ali na areia,
entre os dois nasceu este poema,
este pobre poema de amor
para ti

Meu fruto, minha flor,
minha história de amor,
minhas carícias

Meu humilde candeeiro,
minha chuva de abril,
minha avareza

Meu pedaço de pão,
meu velho refrão,
meu poeta

A fé que perdi,
meu caminho
e minha carreta

Meu doce prazer,
meu sonho de ontem,
minha bagagem

Meu morno canto,
Minha melhor canção,
minha paisagem

Meu manancial,
meu canavial,
minha riqueza

Minha lenha, minha lareira,
meu teto, meu lar,
minha nobreza

Minha fonte, minha sede,
meu barco, minha rede
e a areia

Onde te senti
onde te escrevi
meu poema

(Tradução de Maria Teresa Almeida Pina)


Poema de amor

Joan Manuel Serrat

El sol nos olvidó ayer sobre la arena,
nos envolvió el rumor suave del mar,
tu cuerpo me dio calor,
tenía frío
y, allí, en la arena, entre los dos nació este poema,
este pobre poema de amor
para ti

Mi fruto, mi flor,
mi historia de amor,
mi caricias.

Mi humilde candil,
mi lluvia de abril,
mi avaricia.

Mi trozo de pan,
mi viejo refrán,
mi poeta.

La fe que perdí,
mi camino
y mi carreta.

Mi dulce placer,
mi sueño de ayer,
mi equipaje.

Mi tibio rincón,
mi mejor canción,
mi paisaje.

Mi manantial,
mi cañaveral,
mi riqueza.

Mi leña, mi hogar,
mi techo, mi lar,
mi nobleza.

Mi fuente, mi sed,
mi barco, mi red
y la arena.

Donde te sentí,
donde te escribí
mi poema…

Poesia Latina